Der Hauptnutzen der Honigbiene ist nicht der Honigertrag (für den Imker allerdings meist schon) sondern die Bestäubung, die den vielfachen Wert des  Honigertrages ausmacht. Viele Kulturpflanzen sind für die Bestäubung auf die Honigbiene angewiesen.

Wir unterscheiden die Königin, sie ist ausschließlich für die Eiablage verantwortlich, die Arbeiterin, die sowohl die Brut aufzieht, Reinigungsarbeiten, Wabenbau, und das Sammeln von Pollen, Kittharz und Nektar, den sie zu unserem Honig umarbeitet zu verrichten hat, und den Drohnen. Sie sind die Männchen im Bienenvolk, und stammen von einem unbegatteten Ei der Königin. Die Aufgabe des Drohn ist ausschlieslich das Begatten junger Königinnen. Kommt ein Drohn beim Begattungsflug zum Zug, stirbt er ab, weil seine Geschlechtsteile für eine Zeit in der Königin verbleiben. Im September, wenn es keine Königinnen mehr zu Begatten gibt, werden die Drohnen aus dem Stock geworfen. ( Drohnenschlacht )

 

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Die Verständigung der Bienen erfolgt durch den Bienentanz,entdeckt von Karl von Frisch (Nobelpreisträger). Die Orientierung nach der Sonne und dem Erdmagnetfeld. Die Volksstärke schwankt von Februar meist unter 10.000 bis Juni bis zu 60.000 Bienen.

Nach abernten des Honigs, in unserer Region in einem Durchschnittsjahr zwischen 20 und 25 kg werden die Bienen gegen die Varroatose (Milbe) behandelt, und mit ca. 12 bis 15 kg Zucker oder neuerdings mit ca. 20 kg Futtersirup gefüttert.

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Meine Imkerei mit ca. 100 Bienenvölkern ist zwar eine Nebenerwerbsimkerei, aber im Vergleich zu anderen Hobbies doch recht lohnend. Abgesehen vom Honigertrag sind die vielen schönen Stunden, die ich bei meinen Bienen verbringe unbezahlbar. Arbeiten wie das Honigschleudern (eine Schinderei) oder der eine oder andere Tag, wo die Bienen aggresiv sind und zu Dutzenden zustechen, vergisst man meist schnell, und im Winter wo man solche Zeilen schreibt freut man sich bereits auf die ersten Sonnentage am Bienenstand.

 

In unserer Region wird ausschließlich die Kärntner-oder Krainerbiene (Apis melliferer carnica) gehalten.

In Niederösterreich ist aus züchterrischen Gründen das Halten anderer Rassen verboten.

Im Nilgebiet (Ägypten) wurden bereits vor mehr als 4000 Jahren Bienen gehalten.